14.10.2026 Paul Schmidt korrigiert Umweltminister Carsten Schneider: Neue Kernkraftwerke baut man in 9, nicht in 25 oder 30 Jahren

14.10.2026 Paul Schmidt korrigiert Umweltminister Carsten Schneider: Neue Kernkraftwerke baut man in 9, nicht in 25 oder 30 Jahren

Bundesumweltminister Carsten Schneider hatte im Deutschen Bundestag bei der Vorstellung seines Haushalts behauptet, es dauere 25 bis 30 Jahre, bis ein neues Kernkraftwerk ans Netz gehe. Der Bundestagsabgeordnete Paul Schmidt hat nachgefragt und muss den Minister korrigieren:

„Es dauert durchschnittlich neun Jahre, bis ein moderner Druckwasserreaktor gebaut und ans Netz angeschlossen ist. Bundesumweltminister Carsten Schneider hat offensichtlich eine selektive Wahrnehmung und kennt nur die langwierigsten Bauprojekte der letzten Jahrzehnte. Die Bundesregierung bestätigt auf Nachfrage, dass Bauzeit und die von Schneider genannten 25 bis 30 Jahre zwei unterschiedliche Dinge sind.

Die Bundesregierung hatte drei Extrembeispiele genannt: die Reaktoren Olkiluoto 3 in Finnland, Hinkley Point C in Großbritannien und Flamanville 3 in Frankreich. Die Bundesregierung vermengt dabei Begriffe wie politische Diskussionen, Genehmigungen, Bauzeit, Netzanschluss und Beginn des kommerziellen Betriebs – gerade so, wie es ihr passt.

China zeigt, wie es gehen kann: Der erste Europäische Druckwasserreaktor ging dort am 29. Juni 2018 in Taishan ans Netz. Die ersten Bauarbeiten am Gelände begannen 2008. China hat ein Projektmanagement für Planung, Genehmigung und Bau neuer Reaktoren ausgearbeitet. Die durchschnittliche Bauzeit für neue Reaktoren bis zum Netzanschluss beträgt in China zwischen fünf und sieben Jahren.“

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