06.03.2026 – Meine Woche in Berlin vom 2. bis 6. März 2026

Dr. Paul Schmidt MdBNun ist die erste Sitzungswoche im März vorbei. In Berlin war schon fast Frühling mit zweistelligen Tagestemperaturen. Ein schöner Kontrast, nachdem wir im Februar auf vereisten Gehwegen sehr aufpassen mussten. Ich sitze gerade im Zug von Berlin nach Karlsruhe und möchte Sie alle erinnern: Am Sonntag ist Landtagswahl in Baden-Württemberg. Wir als Abgeordnete in Berlin stehen für die Bundespolitik, aber in den letzten Sitzungswochen war vielen Reden – auch meinen – anzumerken, dass wir im Wahlkampf sind. Zudem war ich auch viel im Land unterwegs. Umfragen sind keine Wahlen – lassen Sie uns zusammen auf den letzten Metern noch einmal alles geben. Am Sonntag um 18 Uhr ist die Wahl gelaufen. Wir wollen mit einer starken AfD-Landtagsfraktion für die nächsten fünf Jahre in Stuttgart mitreden.

Am Donnerstag konnte ich im Berliner Bundestag meine inzwischen elfte Rede halten (Video beim Deutschen Bundestag, externer Link). Wir hatten zwei Anträge in den Bundestag eingebracht. Der erste Antrag lautete „Anzahl staatlich subventioniert neu zu errichtender Gaskraftwerke durch den Wiedereinstieg in die Kernenergie verringern“. Das war mein erster selbst eingebrachter Antrag im Plenum und ich durfte als erster Redner die Debatte eröffnen. Mein Fraktionskollege Adam Balten sprach zum Antrag „Kernenergie als umweltfreundliche und saubere Energie anerkennen“.

Uns geht es darum, den Wiedereinstieg in die Kernkraft zu erreichen. Dazu haben wir ein klares Konzept: Die letzten drei abgeschalteten Kernkraftwerke Neckarwestheim II, Isar 2 und Emsland so schnell wie möglich wieder ans Netz. Der Branchenverband KernD hält das für innerhalb von drei Jahren möglich. In einem zweiten Schritt schauen wir die älteren Anlagen an. Das Schicksal der Kernkraft hängt mal wieder an der Politik, im Bund und in den Ländern. Rückenwind haben wir aus Brüssel, denn die EU-Taxonomie-Richtlinie stuft Kernkraft als nachhaltig ein.

Wir brauchen eine stabile Stromversorgung auch dann, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Das nennt man Dunkelflaute. Dafür brauchen wir sogenannte steuerbare Leistung. Also Kraftwerke, die von den Netzsteuerzentralen hochgefahren oder runtergeregelt werden können. Ein echtes Fachthema, bei dem man sich über den Weg streiten kann. Die Bundesregierung setzt auf Gaskraftwerke, wir dagegen vor allem auf Kernkraft.

Aber was kam von den anderen Parteien im Parlament? Ich wurde als Person beschimpft, die AfD-Fraktion wurde attackiert und unsere beiden Anträge wurden falsch dargestellt und kritisiert. Notwendig ist aber doch eine inhaltliche Auseinandersetzung. Wie soll der Strom erzeugt werden? Wie sorgen wir für stabile Netze? Wie kann Strom preiswerter werden? Darauf gab es keine Antwort der anderen Parteien. Die beiden Anträge wurden zur weiteren Beratung an den Wirtschafts- und Energieausschuss verwiesen.

Über beide Anträge durfte ich zuvor als Fachpolitiker und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Kernkraft unserer Fraktion zusammen mit unserem Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer Dr. Bernd Baumann am Dienstag in einem Pressegespräch informieren. Die Presse sah mal wieder die üblichen Probleme. Niemand will Kernkraftwerke betreiben, hieß es. Da habe ich klar gemacht, dass alles lösbar und machbar ist, wenn die anderen Parteien ihre Verantwortung für das Thema stabile und sichere Energieversorgung endlich ernst nehmen, und dass sich die Energieversorger letztendlich nach den Landesregierungen richten. (Video bei Youtube, ab Minute 32:30, externer Link).

Ein Thema aus der Verkehrspolitik: Sie kennen das Drama um das Projekt Stuttgart 21. Inzwischen sieht sich die Deutsche Bahn nicht mehr in der Lage, einen Eröffnungstermin für das Projekt zu nennen. Die Kosten gehen in die Milliarden, inzwischen werden 11 Milliarden Euro genannt. Zur Erinnerung: 2011 hatten wir in einer Volksabstimmung das Projekt gutgeheißen, das damals 4,5 Milliarden Euro kosten und 2019 in Betrieb gehen sollte. Letztlich sind das alles Steuergelder. Anlass für uns, einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu beantragen. Die Kosten werden weiter steigen und die Frage der parlamentarischen Verantwortung der Altparteien bleibt unbeantwortet. Der Antrag wurde an den zuständigen Ausschuss verwiesen. In einigen Wochen wird sich zeigen, ob der Untersuchungsausschuss eingesetzt wird.

Viel heiße Luft gab es am Mittwoch von Umweltminister Carsten Schneider (SPD) im Parlament. Er stellt sich den Fragen der Abgeordneten. Die zweite Frage unserer Fraktion durfte ich stellen. Ich sprach ihn – leider vergeblich – auf das Thema Kernkraft zur Rettung von Arbeitsplätzen und Industrie in Baden-Württemberg an. (Video beim Deutschen Bundestag, ab Minute 27:30, externer Link). Sie haben vielleicht den Ausschnitt gesehen, als er den Kauf von Elektroautos empfahl, nachdem meine Kollegen ihn auf die hohen Benzinpreise angesprochen haben. Jetzt wissen Sie, warum die SPD dort steht, wo sie steht.

Am Freitagnachmittag stellte ich in der Debatte um die finanzielle Situation unserer Gemeinden dem Redner Michael Kießling (CDU/CSU) die Frage, wie er es bewerte, dass die von der Ampel und Schwarz-Rot durchgesetzten Steuergesetze zur Förderung von Unternehmen massiv die Gewerbesteuereinnahmen der notleidenden Kommunen einschränken. Die Antwort war sehr ausweichend und enttäuschend. (Video beim Deutschen Bundestag, ab Minute 5:35, externer Link).

Wir haben jetzt eine sitzungsfreie Woche, bevor ich mich am 16. März wieder auf den Weg nach Berlin mache. Und nun wünsche ich uns allen einen schönen und möglichst erfolgreichen Wahlabend und Ihnen/Euch weiter eine gute Zeit.

Ihr/Euer

Paul Schmidt

Weitere Informationen:
Den Antrag zum Thema Kernkraftwerke/Gaskraftwerke finden Sie hier (externer Link)
Den Antrag Kernrkaft als umweltfreundliche Energie anerkennen finden Sie hier (externer Link)

27.02.2026 Infoflyer für Wiedereinstieg in die Kernkraft veröffentlicht

Die AfD-Bundestagsfraktion fordert den Wiedereinstieg Deutschlands in die Nutzung der Kernenergie. In einem aktuellen Infoflyer der Arbeitsgemeinschaft Kernkraft unter dem Titel „Kernkraft? Wiedereinstieg jetzt!“ spricht sich die Fraktion für den Stopp des Rückbaus bestehender Anlagen, die Reaktivierung zuletzt abgeschalteter Kraftwerke sowie den Neubau moderner Reaktoren aus.

Als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Kernkraft erklärt der Bundestagsabgeordnete Dr. Paul Schmidt:

„Kernenergie ist für ein Industrieland wie Deutschland unverzichtbar. Kernkraft liefert grundlastfähigen, wetterunabhängigen, sicheren und günstigen Strom. Ohne jederzeit ausreichend verfügbare elektrische Leistung sind Versorgungssicherheit, Netzstabilität und Wohlstand nicht zu halten.

Wir fordern die technische Wiederertüchtigung und Wiederinbetriebnahme der zuletzt abgeschalteten Anlagen Isar 2, Neckarwestheim II und Emsland. Zudem muss der Rückbau an weiteren Standorten sofort gestoppt werden. Es muss geprüft werden, welche derzeit stillgelegten Kernkraftwerke erneut ans Netz gehen können.

Auch im Bereich Forschung und Entwicklung sowie beim Neubau moderner Reaktoren besteht großes Potenzial. Die Bundesregierung muss erkennen, dass der Ausstieg aus der Kernenergie ein schwerer Fehler war, und diesen Irrweg sofort verlassen.“

 

28.11.2025 Das kann doch nicht wahr sein – Infomobil zur Endlagersuche bei Familientag in Thüringen Dr. Paul Schmidt Rede zum Haushalt von Carsten Schneider Umweltminister. Grafik (c) AfD-Bundestagsfraktion

In dieser Woche habe ich meine inzwischen siebte Rede im Deutschen Bundestag gehalten. Thema war der Haushalt des Umweltministers Carsten Schneider. Wofür wird unser aller Steuergeld ausgegeben? In der Vorbereitung fiel mir eine Pressemeldung des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) auf. Ein Info-Mobil zur Endlagersuche kommt zum Familien-Aktionstag in Schmalkalden, heißt es dort. Das kann doch nicht wahr sein – denken Sie jetzt vielleicht so wie ich. Das ist ein Fachthema, muss professionell bearbeitet und entscheiden werden. Leider ist es wahr und die Pressemeldung verlinke ich hier. Meine Rede zum Haushalt 2026 finden Sie hier.

28.11.2025 AfD-Bundestagfraktion mit Bürgerdialog in Baiersbronn am 10.12.2025 mit Paul Schmidt, Martin Hess und Markus Frohnmaier

Bürgerdialog in Baiersbronn am 10. Dezember 2025 mit den AfD-Bundestagsabgeordneten Dr. Paul Schmidt, Martin Hess und Markus Frohnmaier am Mittwoch, den 10. Dezember 2025 ab 18 Uhr. Grafik: AfD-Bundestagsfraktion

Wir laden alle interessierten Bürger zum Bürgerdialog ein. Die ideale Möglichkeit für Sie, mit unseren Abgeordneten direkt in Kontakt zu treten und mehr über den parlamentarischen Arbeitsalltag zu erfahren. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um Fragen zu stellen und mit uns über die Zukunft Deutschlands zu diskutieren. Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Termin: 10. Dezember 2025 in Baiersbronn um 19 Uhr in der Schwarzwaldhalle.

21.05.2025 Die erste Rede im Deutschen Bundestag

Dr. Paul Schmidt MdBZum heute in den Deutschen Bundestag eingebrachten Antrag der AfD-Bundestagsfraktion erklären die Abgeordneten Dr. Rainer Kraft und Dr. Paul Schmidt:

„Der Ausstieg aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie war ein energie- und volkswirtschaftlicher Fehler. Die Entscheidung der Ampel-Regierung zur Abschaltung der letzten drei verbliebenen Kernkraftwerke wurde nicht auf Grundlage einer ergebnisoffenen sicherheitstechnischen Überprüfung, sondern einer voreingenommenen ideologischen Grundüberzeugung des Bundesumweltministeriums und des Bundeswirtschaftsministeriums getroffen.

Die neue Bundesregierung hätte im Koalitionsvertrag die Chance gehabt diesen Fehler zu korrigieren – doch diese wurde verpasst. Deshalb fordern wir, den Rückbau der neun zuletzt abgeschalteten Kernkraftwerke zu stoppen! Mit diesem Rückbau-Moratorium ist zu untersuchen, welche Anlagen in welchen Zeiträumen für den Betrieb ertüchtigt werden können. Die Bundesregierung muss ihre voreingenommene und ideologische Grundhaltung gegen die friedliche Nutzung der Kernenergie aufgeben – besser heute als morgen.“

Weitere Informationen:
Zum Antrag auf dem Bundestagsserver (externer Link)
Die erste Rede im Deutschen Bundestag von Dr. Paul Schmidt finden Sie hier (externer Link zum Bundestagsfernsehen)

08.05.2025 Gedenkstunde zum 80. Jahrestag Ende Zweiter Weltkrieg (mit Video)

Dr Paul Schmidt MdB

Heute ist der 80. Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Tag fing für uns Abgeordnete mit einem Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche an. Sie ist bis heute ein Mahnmal. Danach folgte im Plenum eine Gedenkstunde. Das Video entstand direkt vor der Kirche.

Ich halte es für angemessen, diesen Tag so zu feiern, steht er doch sinnbildlich für die Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus und das Ende des Krieges mit all seiner Grausamkeit – aber auch für den Beginn des (Wieder-)Aufbaus Deutschlands, auf den wir gemeinsam stolz sein können.

Hier das aktuelle Video von Dr. Paul Schmidt direkt vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (externer Link)

06.05.2025 Das ging schief: Kanzlerwahl von Friedrich Merz gescheitert (mit Video)

Dr Paul Schmidt MdB

Heute hätte Friedrich Merz von den Abgeordneten des Deutschen Bundestags zum Bundeskanzler gewählt werden sollen. 316 Ja-Stimmen hätte Merz gebraucht, doch nur 310 waren es. Nicht einmal die Mehrheit der Abgeordneten, die abgestimmt haben, hat Merz erreicht. 621 Stimmen wurden von insgesamt 630 Abgeordneten abgegeben.

Das gab es noch nie – in der deutschen Geschichte seit 1949 wurde jeder Kanzler im ersten Wahlgang gewählt. Es gab 307 Nein-Stimmen, drei Enthaltungen und eine ungültige Stimme. Das Vertrauen in Friedrich Merz ist verloren gegangen. Wann es einen zweiten Wahlgang geben wird und ob Friedrich Merz noch einmal antritt wird sich zeigen.

Hier das aktuelle Video von Dr. Paul Schmidt direkt aus dem Plenarsaal (externer Link)

Update: Im zweiten Anlauf hat es knapp gereicht – aber es waren nur 325 Stimmen. Fehlten also wieder drei Stimmen.