24.04.2026 Meine Woche in Berlin vom 20. bis 24. April 2026

Dr. Paul Schmidt MdBNun neigt sich der April seinem Ende zu. Wir hatten in dieser Woche wieder viele Dinge auf der Tagesordnung. Ich durfte meine nunmehr 14. Rede im Deutschen Bundestag halten. Der deutsche Wiedereinstieg in die Kernkraft wird durch die aktuellen weltpolitischen Entwicklungen immer dringender. Aber auch die Themen Gesundheit und Soziales rücken immer mehr in den Blickpunkt. Ich nehme Sie mit durch die Woche.

Ich starte mit einem Thema aus dem Gesundheitsausschuss, in dem ich stellvertretendes Mitglied bin. In der nächsten Woche, am 29. April 2026, wird Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ihren Gesetzentwurf zur Gesundheitsreform ins Kabinett einbringen. Der Beschluss im Kabinett ist noch nicht das letzte Wort, denn das hat der Deutsche Bundestag als Gesetzgeber.

In diesem Gesetz sind viele Einschnitte geplant, die viele spüren werden, zum Beispiel bei den Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung. Da sollen auf einmal beide Ehepartner in die gesetzliche Krankenversicherung zahlen müssen, auch wenn nur einer von beiden arbeitet. Und bei Bürgergeldempfängern? Jeder Bürgergeldempfänger – 50 Prozent davon haben keinen deutschen Pass – ist automatisch gesetzlich krankenversichert. Dafür zahlt der Staat 144 Euro im Monat und für die Pflegeversicherung noch einmal 32 Euro, zusammen 176 Euro.

Wie aber verhält es sich, wenn man sich in Deutschland freiwillig gesetzlich krankenversichern muss? Also wenn man eine einfache gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung braucht und kein eigenes Einkommen hat? Dann ist man bei 300 bis 330 Euro, je nach Krankenkasse. Die Differenz zu einem Bürgergeldempfänger beträgt also etwa 167 Euro pro Monat pro Person.

Dementsprechend beziffert der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen das Defizit aus dem Thema Beiträge und Bürgergeld auf derzeit rund 10 Milliarden Euro pro Jahr, für die die Beitragszahler aufkommen müssen. Im Januar 2026 hat der Verband Klage gegen das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erhoben, das für das Thema Bürgergeld bzw. Grundsicherung zuständig ist.

Jetzt könnte man ehrlich sein und sagen: Ja, dann müssen die Summen eben aus dem Bundeshaushalt erbracht werden. Doch weit gefehlt: Die Bundesregierung will das Geld woanders herholen und daher die kostenfreie Mitversicherung von nicht arbeitenden Ehefrauen beenden und beim Kinderkrankengeld kürzen. Das ist wirklich unterirdisch. Eine Familie mit zwei Kindern, zum Beispiel 7 und 10 Jahre alt, muss sich jetzt quasi für ihren Lebensentwurf rechtfertigen und die nicht erwerbstätige Ehefrau mit einem zusätzlichen Beitrag in der Krankenkasse versichern. Übrigens sind 10 Milliarden die Summe, die der gesetzlichen Krankenversicherung gegenwärtig jedes Jahr fehlen.

Zu einem anderen Thema: Neun stillgelegte Kernkraftwerke (KKW) können in den nächsten drei bis fünf Jahren wieder ans Netz gehen. Dabei handelt es sich um die Anlagen Brokdorf, Emsland, Grohnde, Isar 2 und Neckarwestheim II, die innerhalb von drei bis viereinhalb Jahren, und die Anlagen Krümmel, Gundremmingen B und C und Philippsburg 2, die innerhalb von vier bis fünfeinhalb Jahren wieder ans Netz gebracht werden könnten, sagt eine neue Studie der Radiant Energy Group aus Chicago. Wir halten das für plausibel.

Die dafür zu erwartenden Kosten sollen sich pro Block auf jeweils ein bis maximal knapp drei Milliarden Euro belaufen. Als Sofortmaßnahme müsste zunächst der Rückbau der KKW gestoppt und der Umfang der jeweils für das Wiederanfahren nötigen Maßnahmen ermittelt werden. Als AfD-Bundestagsfraktion haben wir den Antrag am Mittwoch, dem 22. April, in den Deutschen Bundestag eingebracht. Wir fordern die Einsetzung einer Expertenkommission, die die Details des für das Wiederanfahren Nötigen prüft.

Die Kommission soll aus elf von den Fraktionen des Bundestags zu benennenden Sachverständigen bestehen. Für die einzelnen KKW sollen jeweils Kostenschätzungen und Zeitpläne erstellt werden; am Ende soll eine Rangliste der am schnellsten wieder ans Netz zu bringenden Anlagen erstellt sein. Ergebnisse sollen bis Frühjahr 2027 vorliegen. Ich durfte zu dem Antrag reden (zum Video). Der Antrag wurde nach der Beratung im Plenum an den Umweltausschuss überwiesen, so dass wir den Antrag dort weiter beraten werden. Deutschland braucht die stabile, zuverlässige und preiswerte Stromerzeugung durch Kernkraft heute mehr denn je.

Außerdem durfte ich wieder an der AfD-Fraktions-Pressekonferenz teilnehmen , die immer dienstags von 9 bis 10 Uhr stattfindet. Das war jetzt das dritte Mal in den letzten vier Sitzungswochen, dass ich unseren jeweiligen Kernkraft-Antrag dort vorstellen durfte. Unser Erster Parlamentarischer Geschäftsführer, Dr. Bernd Baumann, hat dessen Brisanz erkannt und pusht unser Thema, so gut er kann. Dabei pusht er natürlich auch unsere Arbeitsgemeinschaft Kernkraft und mich persönlich, denn die letzten beiden Anträge haben wir auf seine Bitte hin kurzfristig erstellet, wozu wir und ich gerne bereit waren. (Zum Bericht mit Video)

Am Freitagnachmittag hatten wir noch eine aktuelle Stunde zum Thema bevorstehende Kürzungen im Sozialbereich, an der ich im Plenum teilgenommen habe. Weil der Staat an vielen Stellen zu viel Geld ausgibt, soll nun an Behinderten und Kindern von Alleinerziehenden gespart werden. Würde die CDU ihre Versprechen endlich wahr machen und diejenigen Fremden, die zu Unrecht hier sind, abschieben und unsere Kernkraftwerke wieder ans Netz nehmen, wäre für die eigentlichen Aufgaben des Staates mehr Geld da. So aber soll an den Schwächsten gespart werden. Man darf auf den Gesetzentwurf der Regierungskoalition gespannt sein.

In diesem Sinne herzliche Grüße und einen guten Start in den Mai,

Ihr/Euer
Paul Schmidt

Weitere Informationen finden Sie hier:
Zum Antrag „Einsetzung einer Expertenkommission zur Prüfung der Wiederinbetriebnahme abgeschalteter Kernkraftwerke“, Drucksache 21/5479 (pdf, externer Link zum Bundestag)

27.02.2026 Infoflyer für Wiedereinstieg in die Kernkraft veröffentlicht

Die AfD-Bundestagsfraktion fordert den Wiedereinstieg Deutschlands in die Nutzung der Kernenergie. In einem aktuellen Infoflyer der Arbeitsgemeinschaft Kernkraft unter dem Titel „Kernkraft? Wiedereinstieg jetzt!“ spricht sich die Fraktion für den Stopp des Rückbaus bestehender Anlagen, die Reaktivierung zuletzt abgeschalteter Kraftwerke sowie den Neubau moderner Reaktoren aus.

Als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Kernkraft erklärt der Bundestagsabgeordnete Dr. Paul Schmidt:

„Kernenergie ist für ein Industrieland wie Deutschland unverzichtbar. Kernkraft liefert grundlastfähigen, wetterunabhängigen, sicheren und günstigen Strom. Ohne jederzeit ausreichend verfügbare elektrische Leistung sind Versorgungssicherheit, Netzstabilität und Wohlstand nicht zu halten.

Wir fordern die technische Wiederertüchtigung und Wiederinbetriebnahme der zuletzt abgeschalteten Anlagen Isar 2, Neckarwestheim II und Emsland. Zudem muss der Rückbau an weiteren Standorten sofort gestoppt werden. Es muss geprüft werden, welche derzeit stillgelegten Kernkraftwerke erneut ans Netz gehen können.

Auch im Bereich Forschung und Entwicklung sowie beim Neubau moderner Reaktoren besteht großes Potenzial. Die Bundesregierung muss erkennen, dass der Ausstieg aus der Kernenergie ein schwerer Fehler war, und diesen Irrweg sofort verlassen.“

 

28.11.2025 Das kann doch nicht wahr sein – Infomobil zur Endlagersuche bei Familientag in Thüringen Dr. Paul Schmidt Rede zum Haushalt von Carsten Schneider Umweltminister. Grafik (c) AfD-Bundestagsfraktion

In dieser Woche habe ich meine inzwischen siebte Rede im Deutschen Bundestag gehalten. Thema war der Haushalt des Umweltministers Carsten Schneider. Wofür wird unser aller Steuergeld ausgegeben? In der Vorbereitung fiel mir eine Pressemeldung des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) auf. Ein Info-Mobil zur Endlagersuche kommt zum Familien-Aktionstag in Schmalkalden, heißt es dort. Das kann doch nicht wahr sein – denken Sie jetzt vielleicht so wie ich. Das ist ein Fachthema, muss professionell bearbeitet und entscheiden werden. Leider ist es wahr und die Pressemeldung verlinke ich hier. Meine Rede zum Haushalt 2026 finden Sie hier.

28.11.2025 AfD-Bundestagfraktion mit Bürgerdialog in Baiersbronn am 10.12.2025 mit Paul Schmidt, Martin Hess und Markus Frohnmaier

Bürgerdialog in Baiersbronn am 10. Dezember 2025 mit den AfD-Bundestagsabgeordneten Dr. Paul Schmidt, Martin Hess und Markus Frohnmaier am Mittwoch, den 10. Dezember 2025 ab 18 Uhr. Grafik: AfD-Bundestagsfraktion

Wir laden alle interessierten Bürger zum Bürgerdialog ein. Die ideale Möglichkeit für Sie, mit unseren Abgeordneten direkt in Kontakt zu treten und mehr über den parlamentarischen Arbeitsalltag zu erfahren. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um Fragen zu stellen und mit uns über die Zukunft Deutschlands zu diskutieren. Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Termin: 10. Dezember 2025 in Baiersbronn um 19 Uhr in der Schwarzwaldhalle.

21.05.2025 Die erste Rede im Deutschen Bundestag

Dr. Paul Schmidt MdBZum heute in den Deutschen Bundestag eingebrachten Antrag der AfD-Bundestagsfraktion erklären die Abgeordneten Dr. Rainer Kraft und Dr. Paul Schmidt:

„Der Ausstieg aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie war ein energie- und volkswirtschaftlicher Fehler. Die Entscheidung der Ampel-Regierung zur Abschaltung der letzten drei verbliebenen Kernkraftwerke wurde nicht auf Grundlage einer ergebnisoffenen sicherheitstechnischen Überprüfung, sondern einer voreingenommenen ideologischen Grundüberzeugung des Bundesumweltministeriums und des Bundeswirtschaftsministeriums getroffen.

Die neue Bundesregierung hätte im Koalitionsvertrag die Chance gehabt diesen Fehler zu korrigieren – doch diese wurde verpasst. Deshalb fordern wir, den Rückbau der neun zuletzt abgeschalteten Kernkraftwerke zu stoppen! Mit diesem Rückbau-Moratorium ist zu untersuchen, welche Anlagen in welchen Zeiträumen für den Betrieb ertüchtigt werden können. Die Bundesregierung muss ihre voreingenommene und ideologische Grundhaltung gegen die friedliche Nutzung der Kernenergie aufgeben – besser heute als morgen.“

Weitere Informationen:
Zum Antrag auf dem Bundestagsserver (externer Link)
Die erste Rede im Deutschen Bundestag von Dr. Paul Schmidt finden Sie hier (externer Link zum Bundestagsfernsehen)

08.05.2025 Gedenkstunde zum 80. Jahrestag Ende Zweiter Weltkrieg (mit Video)

Dr Paul Schmidt MdB

Heute ist der 80. Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Tag fing für uns Abgeordnete mit einem Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche an. Sie ist bis heute ein Mahnmal. Danach folgte im Plenum eine Gedenkstunde. Das Video entstand direkt vor der Kirche.

Ich halte es für angemessen, diesen Tag so zu feiern, steht er doch sinnbildlich für die Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus und das Ende des Krieges mit all seiner Grausamkeit – aber auch für den Beginn des (Wieder-)Aufbaus Deutschlands, auf den wir gemeinsam stolz sein können.

Hier das aktuelle Video von Dr. Paul Schmidt direkt vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (externer Link)

06.05.2025 Das ging schief: Kanzlerwahl von Friedrich Merz gescheitert (mit Video)

Dr Paul Schmidt MdB

Heute hätte Friedrich Merz von den Abgeordneten des Deutschen Bundestags zum Bundeskanzler gewählt werden sollen. 316 Ja-Stimmen hätte Merz gebraucht, doch nur 310 waren es. Nicht einmal die Mehrheit der Abgeordneten, die abgestimmt haben, hat Merz erreicht. 621 Stimmen wurden von insgesamt 630 Abgeordneten abgegeben.

Das gab es noch nie – in der deutschen Geschichte seit 1949 wurde jeder Kanzler im ersten Wahlgang gewählt. Es gab 307 Nein-Stimmen, drei Enthaltungen und eine ungültige Stimme. Das Vertrauen in Friedrich Merz ist verloren gegangen. Wann es einen zweiten Wahlgang geben wird und ob Friedrich Merz noch einmal antritt wird sich zeigen.

Hier das aktuelle Video von Dr. Paul Schmidt direkt aus dem Plenarsaal (externer Link)

Update: Im zweiten Anlauf hat es knapp gereicht – aber es waren nur 325 Stimmen. Fehlten also wieder drei Stimmen.