06.03.2026 Dr. Paul Schmidt im Bundestag zu Anträgen der AfD-Fraktion – Rückkehr zur Kernenergie

Dr. Paul Schmidt Dr. Bernd BaumannDer AfD-Bundestagsabgeordnete Dr. Paul Schmidt hat am 5. März 2026 im Deutschen Bundestag für einen Wiedereinstieg in die Kernenergie geworben. In seiner Rede begründete er einen Antrag der AfD-Fraktion, mit dem die Zahl der geplanten staatlich geförderten Gaskraftwerke verringert werden soll.

Hintergrund ist die Abschaltung der letzten drei deutschen Kernkraftwerke im Jahr 2023 – Neckarwestheim II, Isar 2 und Emsland – und der damit verbundene Wegfall von rund vier Gigawatt gesicherter Leistung.

Die Bundesregierung plant den Neubau von Gaskraftwerken mit einer Leistung von bis zu zwölf Gigawatt, die staatlich gefördert werden sollen. Schmidt kritisierte in seiner Rede, Gaskraftwerke seien ohne Subventionen kaum wirtschaftlich zu betreiben und würden langfristig Bundeshaushalt und Stromkunden belasten.

Eine Wiederinbetriebnahme der zuletzt abgeschalteten Kernkraftwerke könnte nach Einschätzung der Fraktion innerhalb von etwa drei Jahren erfolgen. Die Kosten werden – je nach Rückbauzustand – auf rund ein bis drei Milliarden Euro pro Anlage beziffert. Die bestehenden Standorte verfügten weiterhin über Netzanbindungen und Infrastruktur, die eine Reaktivierung technisch erleichtern könnte.

In einem zweiten Antrag fordert die AfD-Bundestagsfraktion, Kernenergie als umweltfreundliche und saubere Form der Energiegewinnung anzuerkennen. Kernkraft sei CO₂-arm und werde international weiterhin genutzt. Weltweit befänden sich derzeit 66 neue Kernkraftwerke im Bau.

Die Fraktion verlangt von der Bundesregierung unter anderem, die bestehende Kraftwerksstrategie grundlegend zu überarbeiten, rechtliche Voraussetzungen für einen Wiedereinstieg in die Kernenergie zu schaffen sowie Reaktivierungspläne für stillgelegte Anlagen vorzulegen. Außerdem sollen Ausschreibungen und Förderprogramme für neue Gaskraftwerke überprüft und mit möglichen Kernkraftprojekten abgestimmt werden.

Über beide Anträge hatten Dr. Paul Schmidt und der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Dr. Bernd Baumann, bereits am 3. März 2026 in einem Pressegespräch informiert. Der Bundestag beriet die Initiativen am 5. März 2026 und überwies sie anschließend an den zuständigen Ausschuss für Wirtschaft und Energie.

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