04.09.2026 Dr. Paul Schmidt: Reservekraftwerke sind wirtschaftlich nicht tragfähig

Dr. Paul Schmidt MdBZur aktuellen Studie der Technischen Universität Dänemark zusammen mit der Newcastle University zur Energieversorgung erklärt der AfD-Bundestagsabgeordnete Dr. Paul Schmidt:

„Durch das Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz (StromVKG) sichert die Bundesregierung den künftigen Betreibern von 9 Gigawatt an Reservekraftwerken Subventionen von bis zu 33 Milliarden Euro über 15 Jahre zu. Für diese Subventionen muss der Steuerzahler oder der Stromkunde geradestehen.

Doch derartige Reservekraftwerke sind extrem unwirtschaftlich, weil sie nur vier Prozent des Jahres Strom liefern werden, wie eine aktuelle Studie der Technischen Universität Dänemark zusammen mit der Newcastle University zeigt. In der restlichen Zeit des Jahres wäre der von ihnen erzeugte Strom schlicht zu teuer.

Damit demonstriert diese Studie, wie weit die Bundesregierung mit dem von ihr durchgesetzten StromVKG schon in Richtung Sozialismus abgeglitten ist: Mit unbeschreiblich hohen Subventionen wird das wirtschaftlich untragbare Konstrukt der Energiewende weiter am Leben gehalten, und die deutschen Strompreise werden so weiterhin die teuersten der Welt bleiben.

Die AfD-Fraktion fordert die Bundesregierung, den Ausbau von Wind und Sonne zu stoppen und den Wiedereinstieg in die Kernkraft unverzüglich zu ermöglichen. Kernkraftwerke würden rund 90 Prozent des Jahres Strom produzieren und wir könnten für 18 Milliarden 12 Gigawatt unserer abgeschalteten Kernkraftwerke innerhalb von jeweils zwei bis sechs Jahren wieder in Betrieb nehmen. Damit wären teure Reservekraftwerke à la StromVKG überflüssig.“

12.08.2026 Institut GES bestätigt in Studie: Kernkraft notwendig

In seiner aktuellen Studie „Der Klimaneutrale Strommix der Zukunft“ kommt das Ulmer Institut „Global Energy Solutions“ (GES), das auch vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert wird, zu dem Schluss, dass die sogenannte Energiewende in Deutschland nur dann erfolgreich durchgeführt werden kann, wenn Kernkraft einen großen Teil der künftigen Stromerzeugung in Deutschland ausmacht. Das entsprechende Szenario erreicht in der Studie einen prognostizierten durchschnittlichen Strompreis von 16,2 Cent/kWh, während das Szenario ohne Kernkraft aber mit 94 GW Erdgas-Spitzenlast-Kraftwerken bereits 25,6 Cent/kWh und das nur auf den sogenannten Erneuerbaren und Stromimporten beruhende Szenario einen Strompreis von 41,8 Cent/kWh ergab. Wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit wäre somit nur mit einem großen Kernkraft-Anteil an der Stromerzeugung gegeben.

Die AfD-Bundestagsabgeordneten Dr. Paul Schmidt und Dr. Rainer Kraft begrüßen die Ergebnisse dieser Studie:

„Ohne regelbare Grundlast wird die Energiewende in Deutschland gar nicht funktionieren und ohne den massiven Einsatz von Kernkraft wird sie viel zu teuer – und das von der Bundesregierung erklärte Ziel der CO2-Freiheit wird nie erreicht werden. Mit Energiewende oder ohne – als moderne Industrienation werden wir nur mit Kernkraft bestehen können. Das sind die klaren Ergebnisse dieser Studie. Sie ist besonders ernst zu nehmen, weil sie die gesamten Kosten der Energiewende einbezieht, also auch die horrenden Kosten des für den Zubau der Erneuerbaren nötigen Netzausbaus, die allein mit knapp 80 Milliarden Euro pro Jahr zu Buche schlagen. Diese Kosten sind enorm, weil die Stromerzeugung nach dem Willen der Bundesregierung künftig nicht mehr zentral an wenigen Großkraftwerks-Standorten, sondern über die Landschaft verteilt in vielen Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen erfolgen soll, die alle jeweils ans Stromnetz angebunden werden müssen. Dementsprechend ist das Ergebnis auch so, wie wir es schon oft in unseren Reden im Bundestag gesagt haben: Ohne Kernkraft droht vielen Stromversorgern das Aus und unsere Strompreise werden dauerhaft die teuersten der Welt bleiben.“

08.08.2026 Paul Schmidt: Neues StromVKG verschärft Importabhängigkeit Baden-Württembergs – Kernkraft-Reaktivierung statt Milliarden-Subventionen für Gaskraftwerke gefordert

08.08.2026 Paul Schmidt: Neues StromVKG verschärft Importabhängigkeit Baden-Württembergs – Kernkraft-Reaktivierung statt Milliarden-Subventionen für Gaskraftwerke gefordert Zum neuen Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz (StromVKG) der Bundesregierung, der verfehlten…

27.07.2026 Backpulver im Weinbau: Paul Schmidt fragt nach bei Silvia Breher (mit Video)

Pflanzenschutz? Deutsche Winzer im Nachteil
Backpulver-Streit im Deutschen Bundestag

Dr. Paul Schmidt

Vielen Dank. Frau Staatssekretärin, ich möchte jetzt noch mal ganz konkret nachfragen: In der Beantwortung der Frage vom Kollegen Bernd Schattner haben Sie gesagt, dass Sie jetzt aktiv wollen wegen Backpulver. Dieses Problem haben die deutschen Weinbauern aber schon sehr lange.

Sie wissen: Im Rest von der EU – mit Ausnahme von Österreich – wird diese Regelung überhaupt nicht so umgesetzt wie bei uns. Bei uns führt es dazu, dass die Weinbauern eben kein Backpulver mehr einsetzen können, um die Pilzerkrankungen zurückzutreiben, sondern sie müssen Pflanzenschutzmittel teuer einkaufen und müssen das Fünffache bezahlen wie ihre Konkurrenten beispielsweise in Italien oder Frankreich. Wann endlich werden Sie da was ändern? Die Weinbauern – mein Kollege hat es erwähnt – haben das schon ganz oft uns gegenüber angesprochen. Wie viele Betriebe müssen noch insolvent gehen?

Silvia Breher:

Vielen Dank Herr Kollege für Ihre Frage. Vielleicht zur Klarstellung: Es handelt sich hier um die EU-Pflanzenschutzmittelverordnung und nicht um deutsches Recht, die Anwendung von Backpulver in Deutschland unmöglich macht. Insofern würde es mich stark wundern, wenn diese Regelungen in anderen Ländern anders sind, so wie Sie das in Ihrer Frage behauptet haben. Ich kann Ihnen nur sagen, dass wir von Beginn an uns sehr dafür eingesetzt haben und es auch weiterhin tun und es ein großer Anteil unseres Hauses daran ist, dass auf der Europäischen Ebene eben im Rahmen der EU-Pflanzenschutzmittelverordnung das Natriumhydrogenkarbonat – eben das Backpulver – wieder als Grundstoff auch im deutschen Weinbau zugelassen werden kann.

Die Einschätzung von Dr. Paul Schmidt im Video:

Die Staatssekretärin scheint gar nicht wirklich zu verstehen, worüber sie eigentlich spricht. Es geht darum, dass Natriumhydrogencarbonat – Backpulver – die ganzen Jahre von den Winzern und den Obstbauern eingesetzt wurde als gutes Mittel gegen Pilzkrankheiten. Und jetzt ist es so, dass nur in Österreich und in Deutschland jeweils die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln das als Pflanzenschutzmittel zugelassen haben und damit kann es nicht mehr als Grundstoff verwendet werden. Das heißt, die Landwirte sind gezwungen, es von diesen Firmen einzukaufen und das kostet etwa das Fünffache von normalem Backpulver.

Diese Regelungen gibt es nur in Deutschland und in Österreich, obwohl die EU-Regeln EU-weit gelten. In den anderen EU-Ländern hat man das offensichtlich nicht zugelassen. Und da fragen sich die Bauern schon: Was läuft denn bei uns anders, dass die Regierung sich nicht um die Interessen der Landwirte kümmert. Viele Winzer haben schon Insolvenz anmelden müssen, unter anderem auch wegen dieses Problems, dass sie in Ausübung ihres Berufs mit höheren Preisen für Pflanzenschutzmittel konfrontiert sind als ihre Wettbewerber im europäischen Ausland. Da muss dringend was dagegen getan werden. Und wir erwarten, dass die Bundesregierung schnell handelt, statt immer nur die EU zu bitten, so wie sie es oft tut.